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Timo Wilks - Mobile & Web Blog

Wie das mobile Internet die Außenwerbung verändern wird – Teil 6

In meiner Reihe über die Entwicklung des mobilen Internetzugangs und der Außenwerbung wird wöchentlich eine meiner Thesen zum Thema veröffentlicht. Die gesamte Arbeit wird dann in wenigen Wochen zum Download erhältlich sein.

These 6: Integrierte Kampagnen werden Wirklichkeit.

Das Schlagwort der integrierten Kampagnen geistert mittlerweile seit über einem Jahrzehnt durch Fachpresse und andere Medien. Tatsächlich gibt es auch das ein oder andere kreative und erfolgreiche Beispiel. Dennoch ist die Realität meilenweit von der theoretischen Wunschwelt integrierter Werbung entfernt. Kunden und Agenturen verbuchen es schon als Erfolg, wenn auf allen Kanälen dasselbe Key Visual eingesetzt wird.

Mit dem Aufkommen und der immer stärkeren Verbreitung des mobilen Internetzugangs wird sich dies aber drastisch ändern. Doch nicht, weil alle Dienstleister plötzlich in Harmonie verfallen, sondern, weil sie nicht mehr anders können. Der mobile Internetzugang ist wie ein Kleber, der die einzelnen Medien miteinander verbinden und durch Interaktivität, aufwerten wird. Dies wird letztlich auch von den Kunden immer stärker nachgefragt werden.

Die Kooperationen sind besonders deshalb nötig, da jede Disziplin über eigenes Spezialwissen verfügt. Dies benötigen die anderen bereits in einem so frühen Stadium der Konzeption, dass sie möglichst schnell miteinander kommunizieren müssen, um erfolgreich zu sein. Die Alternative, das Wissen inhouse anzuhäufen, scheint fraglich, da die Kenntnisse immer spezifischer werden und der Aufwand dadurch umso höher wird. Dennoch wird ein tieferes und Disziplin übergreifendes Fachwissen von jedem Mitarbeiter erwartet werden.

Die einzelnen Projektbeteiligten an einer Außenwerbungskampagne werden kooperieren müssen, ob sie wollen oder nicht. Wer allerdings das Sagen haben wird, ist noch völlig ungewiss.

These 5: Außenwerbung wird ferngesteuert.

Vielleicht werden sich, durch die Entwicklung interaktiver Außenwerbung, auch Formate und Platzierungsorte von Plakatwerbung ändern, weil sie eben an bestimmten Orten besser funktionieren und genutzt werden. Und vielleicht wird dies auch Einfluss auf das Stadtbild haben, so wie wir es heute z. B. von City-Lights und Bus-Stationen kennen, die es früher ja auch nicht gab.

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Eine Änderung wird es im Stadtbild in jedem Fall geben: Projektionsflächen in einer Stadt können in Zukunft durch Passanten beeinflusst werden. Ganz gleich, ob Infoscreens in Bahnhöfen oder Bussen, Videoboards in der Stadt oder die Telekioske der Telekom – mithilfe des Handys und dem mobilen Internetzugang werden die Passanten zu Usern und nehmen Einfluss auf diese Werbeflächen.

So werden Anwendungen, die auf diesen Screens laufen, über Bluetooth, Sprach- oder Tastensteuerung direkt von den Usern gesteuert werden können. Die Möglichkeiten sind dabei grenzenlos. Angefangen mit der Auswahl einzelner Elemente interaktiver Werbung („Welchen dieser drei Filme wollen Sie sehen?“), bis hin zur Integration eigener Inhalte vom Handy. In Zukunft wird die Stadt bunter, individueller und interaktiv.

Siehe auch Nike ID Schuh am Times Square mit dem Handy konfigurieren.

Bisherige Artikel

These 1: Außenwerbung wird flüssig.

These 2: Außenwerbung wird zum Retter und Zeittöter in der Not.
These 3: Jedes Plakat wird ein Point of Sale.
These 4: Außenwerbung wird komplexer – inhaltlich und organisatorisch.
These 5: Außenwerbung wird ferngesteuert.

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