Mobile Web und Mainstream

Anfang der Woche gab’s bei uns ja die Mobile Zeitgeist die Ergebnisse zur Frage, wann das Mobile Internet Mainstream wird. Die meisten Teilnehmer nannten 2009 oder 2010.

Nun können wir uns sicherlich lange streiten, was denn Mainstream ist, eines ist für mich seit heute aber sicher: User, die einen mobilen Internetzugang nutzen, haben nun auch in Deutschland eine relevante Größe erreicht.

Noch vor einem Jahr habe ich für meine Kunden „Mobile“ immer mit dem „Web vor 10 Jahren“ verglichen, nicht so sehr von den Userzahlen, mehr von der technischen Entwicklung her. Anfang 2008 fing ich dann an, auch die Userzahlen, mit den „Webzahlen“ von 1998/99 zu vergleichen. Mit etwas Wohlwollen war das auch „irgendwie“ immer möglich.

Diese Woche sind nun zwei Studienergebnisse veröffentlicht worden, die diese Einschränkungen unnötig machen. So kam der Internet-Marktforscher Innofact in Kooperation mit deutsche-startups.de zu dem Ergebnis, dass bereits jeder Fünfte (ab 14 Jahren, Nachtrag: Internetuser ab 14 J.) das Internet mobil nutzt.

TNS Infratest kommt in einer weiteren Studie auf 16 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren, was 10,4 Millionen Nutzern entspricht.

Laut der ARD/ZDF Onlinestudien gab es 1998 6,6 Mio. Internetuser, 1999 waren es 11,2 Mio. Selbst wenn die o. g. aktuellen Zahlen vielleicht etwas zu positiv ausgefallen sein sollten, werde ich ab jetzt mit ruhigem Gewissen sagen können: Heute nutzen den mobilen Internetzugang in Deutschland so viele User wie vor zehn Jahren den „normalen“ Webzugang.

Warum das überhaupt so wichtig (für mich) ist? Ende 1998 hab ich meinen ersten Job in einer Internetagentur gehabt und als Texter/Konzepter für Nokia.de gearbeitet. Bei vielen, die heute noch zweifeln und „dieses ganze mobile Zeug nicht brauchen“, war es ähnlich …

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